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Oestrogel (Estradiol)
Marke: Besins
Oestrogel ist ein verschreibungspflichtiges Estradiol-Gel zur Hormonersatztherapie in den Wechseljahren. Es wird einmal täglich auf die Haut aufgetragen und lindert Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Scheidentrockenheit.
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Dosierung & Anwendung von Oestrogel
Oestrogel wird als Gel über einen Pumpspender dosiert und einmal täglich auf die Haut aufgetragen. Der Wirkstoff Estradiol gelangt dabei über die Haut in den Blutkreislauf und umgeht den Weg durch die Leber.
Übliche Dosierung (Erwachsene)
Anfangsdosis: 2 Hübe (ca. 2,5 g Gel mit 1,5 mg Estradiol) einmal täglich, möglichst immer zur gleichen Tageszeit.
Dosisanpassung: Je nach Wirkung und Verträglichkeit legt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt eine Dosis zwischen 1 und 4 Hüben täglich fest.
Packungsinhalt: Ein Pumpspender enthält 80 g Gel und reicht bei 2 Hüben täglich für rund 32 Tage.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
Tragen Sie das Gel auf saubere, trockene und unverletzte Haut auf, zum Beispiel an Armen, Schultern oder an den Oberschenkelinnenseiten.
Nicht auf Brüste, Gesicht, Schleimhäute oder gereizte Haut auftragen.
Lassen Sie das Gel einige Minuten trocknen und waschen Sie sich anschließend die Hände. Die behandelte Hautstelle sollte in der folgenden Stunde nicht gewaschen werden.
Das Gel enthält Alkohol und ist bis zum Trocknen entzündlich – halten Sie es von offenen Flammen fern und rauchen Sie währenddessen nicht.
Wenn Sie noch eine Gebärmutter haben, benötigen Sie zusätzlich ein Gestagen zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut.
Was ist Oestrogel?
Über Oestrogel (Wirkstoff: Estradiol)
Östrogen-Gel zur Hormonersatztherapie in und nach den Wechseljahren.
Lindert Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Scheidentrockenheit.
Einmal täglich auf die Haut – ganz ohne Tabletten.
Individuell dosierbar über den Pumpspender.
Oestrogel enthält den Wirkstoff Estradiol, das wichtigste körpereigene Östrogen. In den Wechseljahren sinkt die Östrogenproduktion der Eierstöcke. Die Folgen sind typische Beschwerden wie Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder trockene Schleimhäute. Oestrogel gleicht den Östrogenmangel aus, indem es Estradiol gleichmäßig über die Haut abgibt.
Die Anwendung über die Haut (transdermal) hat einen praktischen Vorteil: Der Wirkstoff gelangt direkt in den Blutkreislauf und wird nicht zuerst in der Leber umgebaut, wie es bei Tabletten der Fall ist. Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass das Thromboserisiko bei Östrogenen, die über die Haut aufgenommen werden, geringer sein kann als bei Tabletten. Ob diese Anwendungsform für Sie geeignet ist, beurteilt die Ärztin oder der Arzt anhand Ihrer Angaben.
Wann wird Oestrogel angewendet?
Zur Behandlung von Beschwerden durch Östrogenmangel bei Frauen nach der Menopause.
Zur Vorbeugung von Osteoporose bei Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko, wenn andere Arzneimittel nicht infrage kommen.
Eine Hormonersatztherapie wird mit der niedrigsten wirksamen Dosis und so kurz wie möglich angewendet. Nutzen und Risiken sollten mindestens einmal jährlich ärztlich überprüft werden. Frauen mit Gebärmutter benötigen zusätzlich ein Gestagen, damit sich die Gebärmutterschleimhaut nicht übermäßig verdickt. Oestrogel ist verschreibungspflichtig und wird erst nach ärztlicher Prüfung Ihrer Angaben verordnet.
Dosierung & Anwendung von Oestrogel
Übliche Anfangsdosis: 2 Hübe (ca. 2,5 g Gel mit 1,5 mg Estradiol) einmal täglich auf saubere, trockene Haut von Armen, Schultern oder Oberschenkelinnenseiten auftragen und trocknen lassen. Die Dosis kann ärztlich auf 1 bis 4 Hübe täglich angepasst werden. Nicht auf Brust, Gesicht oder Schleimhäute auftragen. Bei vorhandener Gebärmutter zusätzlich ein Gestagen einnehmen.
Mögliche Nebenwirkungen von Oestrogel
Wie alle Arzneimittel kann Oestrogel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jeder Anwenderin auftreten.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Anwenderinnen betreffen):
Kopfschmerzen
Spannen oder Schmerzen in den Brüsten
Übelkeit und Bauchschmerzen
Hautreaktionen an der Anwendungsstelle, zum Beispiel Rötung oder Juckreiz
Zwischen- oder Schmierblutungen, besonders zu Beginn der Behandlung
Gelegentlich bis selten:
Wassereinlagerungen und Gewichtsveränderungen
Stimmungsschwankungen oder depressive Verstimmung
Venenthrombosen und Lungenembolien
Erkrankungen der Gallenblase
Eine Hormonersatztherapie kann das Risiko für Brustkrebs, Schlaganfall und Blutgerinnsel erhöhen. Ohne begleitendes Gestagen steigt bei Frauen mit Gebärmutter zudem das Risiko für Gebärmutterschleimhautkrebs. Holen Sie umgehend ärztliche Hilfe ein bei Schwellung oder Schmerzen in einem Bein, plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen, Sehstörungen, Gelbfärbung von Haut oder Augen, tastbaren Knoten in der Brust oder unklaren Blutungen aus der Scheide.
Wichtiger Hinweis:
Inhaltsstoffe von Oestrogel
Wirkstoff: Estradiol (als Estradiol-Hemihydrat). 100 g Gel enthalten 60 mg Estradiol (0,06 %); ein Hub (1,25 g Gel) liefert 0,75 mg Estradiol.
Sonstige Bestandteile (z. B.): Carbomer, Trolamin, Ethanol 96 % und gereinigtes Wasser.
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Estradiol oder einen der sonstigen Bestandteile darf Oestrogel nicht angewendet werden.
Alternativen zu Oestrogel
Neben Oestrogel gibt es weitere Möglichkeiten der Hormonersatztherapie. Welche für Sie passt, hängt unter anderem von Ihren Beschwerden, Ihrer Krankengeschichte und davon ab, ob Sie noch eine Gebärmutter haben.
Weitere Östrogenpräparate:
Andere Estradiol-Gele und Sprays (zum Beispiel Lenzetto) – ebenfalls zur Anwendung auf der Haut.
Tabletten mit Estradiol oder Estradiolvalerat, auch als Kombination mit einem Gestagen (zum Beispiel Femoston).
Vaginaltabletten (zum Beispiel Vagifem) bei ausschließlich örtlichen Beschwerden wie Scheidentrockenheit.
Zusätzlich gibt es nicht hormonelle Maßnahmen und Arzneimittel. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie keine Hormone anwenden dürfen oder möchten.
Häufige Fragen (FAQ) zu Oestrogel (Estradiol)
Oestrogel Beipackzettel
Lesen Sie vor der ersten Anwendung die Packungsbeilage von Oestrogel vollständig. Sie enthält wichtige Hinweise zur Handhabung des Pumpspenders, zu Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und zu Warnzeichen, bei denen Sie die Behandlung beenden und ärztlichen Rat einholen sollten.






