Torsemid ist ein starkes Diuretikum, das die Rückresorption von Natrium, Kalium und Chlorid in den Nieren, insbesondere im dicken aufsteigenden Teil der Henle-Schleife, blockiert. Dies erhöht die Urinproduktion und hilft, überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen.
Wirkmechanismus
Torsemid ist ein starkes Schleifendiuretikum, das den Natrium-Kalium-Chlorid-Cotransporter im dicken aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife in den Nieren hemmt. Diese Hemmung führt zu:
Torsemid ist indiziert für die Behandlung von:
Pharmakokinetik
Wirkstoffklasse: Schleifendiuretika
ATC-Code: C03CA04
Erwachsene:
Pädiatrie: Die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern wurde nicht nachgewiesen, und die Dosierung sollte von einem Arzt festgelegt werden.
Häufig: Elektrolytstörungen (z. B. Hyponatriämie, Hypokaliämie), Dehydratation, Schwindel, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Muskelkrämpfe.
Schwerwiegend: Schwere Dehydratation, akute Nierenschädigung, schwere Hypotonie, Ototoxizität, Thrombozytopenie, Hyperglykämie.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Antihypertensive Mittel: Verstärkte blutdrucksenkende Wirkung.
NSAIDs: Können die diuretische und blutdrucksenkende Wirkung von Torsemid verringern.
Aminoglykoside: Erhöhtes Risiko einer Ototoxizität.
Digoxin: Erhöhtes Risiko einer Digoxin-Toxizität aufgrund von Elektrolytstörungen.
Lithium: Erhöhte Serum-Lithium-Konzentration und Risiko einer Toxizität.
Überwachung
Elektrolyte: Regelmäßige Überwachung von Serumnatrium, Kalium, Kalzium und Magnesium.
Nierenfunktion: Regelmäßige Bestimmung der BUN- und Kreatininwerte.
Blutdruck: Überwachung zur Vermeidung von Hypotonie.
Blutzucker: Überwachung bei Diabetikern wegen der Gefahr einer Hyperglykämie.
Informationen zur Patientenberatung
Therapietreue: Es ist wichtig, die Medikamente genau nach Vorschrift einzunehmen.
Flüssigkeitszufuhr: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, aber vermeiden Sie eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme.
Gewichtskontrolle: Überwachen Sie täglich Ihr Gewicht und melden Sie signifikante Veränderungen Ihrem medizinischen Betreuer.
Symptome eines Elektrolyt-Ungleichgewichts: Erkennen und melden Sie Symptome wie Muskelkrämpfe, Schwäche und Schwindelgefühl.
Gehör: Melden Sie alle Anzeichen von Hörverlust oder Ohrensausen sofort.
Wechselwirkungen mit Medikamenten: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie neue Medikamente einnehmen, einschließlich rezeptfreier Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel.
Alkohol: Vermeiden Sie Alkoholkonsum, da dieser das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen kann.
Kontraindikationen
Anurie: Abwesenheit von Urinproduktion.
Überempfindlichkeit: Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Torsemid oder Sulfonamiden.
Schwere Hypokaliämie: Kritisch niedrige Kaliumwerte.
Schweres hepatisches Koma: Patienten mit hepatischer Enzephalopathie.
Strukturelle Formel: Torsemid hat einen Pyridinring mit einer Sulfonamidgruppe, einen substituierten Phenylring und eine Carbamoylgruppe.
Pille
Was ist Torasemid und wofür wird es angewendet?
Torasemid ist ein stark wirksames Diuretikum (Wassertablette) zur Behandlung von Bluthochdruck und Wassereinlagerungen (Ödemen), z.B. bei Herzschwäche.
Wie wirkt Torasemid?
Es steigert die Ausscheidung von Salz und Wasser über die Nieren, reduziert so das Blutvolumen und senkt den Blutdruck bzw. schwemmt Ödeme aus.
Wie schnell wirkt Torasemid?
Die entwässernde Wirkung setzt etwa 1 Stunde nach der Einnahme ein, erreicht nach 2-3 Stunden ihr Maximum und hält etwa 12 Stunden an. Der blutdrucksenkende Effekt stellt sich bei regelmäßiger Einnahme ein.
Wann sollte Torasemid eingenommen werden?
Die Einnahme erfolgt in der Regel einmal täglich morgens, um nächtlichen Harndrang zu vermeiden.
Welche Nebenwirkungen hat Torasemid?
Häufige Nebenwirkungen sind Störungen des Elektrolythaushalts (v.a. Kaliummangel), Schwindel, Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. Regelmäßige Kontrollen sind wichtig.